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Willst du Meditation anleiten? Aus meiner Sicht braucht es dafür 3 wesentliche Zutaten:

1. Zutat: Zentriere dich und sei mehr bei dir!

Zwischen meinem 14. und 21. Lebensjahr habe ich die Kampfkunst Karate ausgeübt. Eine prägende Zeit für mich und mein Leben.

Kampfkünste sind Meditation in Bewegung. Sie wurden von Mönchen entwickelt. Einerseits damit sie sich verteidigen können und andererseits, um in Bewegung zu meditieren. Weil die Aufmerksamkeit so sehr auf die Bewegung gerichtet ist, dass der Geist sich beruhigt. Die Bewegung ist in diesem Fall das Mantra oder wie das Betrachten des Atems.

Wenn du Shaolin-Mönche beobachtest, haben sie oft eine unglaubliche Körperbeherrschung. Das hat einen Grund. Sie sind zentriert. Und handeln aus dieser zentrierten Kraft.

Das Zentrierten gibt uns unsere Kraft zurück, unsere Handlungsfähigkeit, unsere Fähigkeit, verantwortlich zu sein, zu kreieren, zu wählen und unsere gegenwärtige Erfahrung von Augenblick zu Augenblick vollkommen zu genießen. Bei all diesen Vorteilen möchte man meinen, dass wir naturgemäß in den zentrierten Zustand kommen wollen.

„Fang an, die Welt zu benutzen, um gegenwärtiger zu werden. Dann wird die Welt zu deinem Lehrer anstatt zu deinem Gegner. Die unbedeutendsten Umstände verwandeln sich in wunderbare Gelegenheiten, um deine Zentriertheit und deine Wachsamkeit zu testen und zu verstärken.“
(Samuel Sagan, Tor zu inneren Welten)

 

Was ist das Zentrum?

Es gibt zwei Arten von ‚Zentren‘. Ein ‚physisches Zentrum‘. Es ist unser Gleichgewichtszentrum und befindet sich direkt zwischen unseren Hüftknochen in der Körpermitte. Dieser Ort ist relativ fixiert.

Außerdem haben wir ein ‚Seins-Zentrum‘. Es hat die Größe einer Grapefruit. Und es ist beweglich. Wir tendieren hier im Westen dazu, unser Seins-Zentrum in einem bestimmten Körperteil zu lassen. In unserem Kopf 🤪.

 

Wie du aus dem Hamsterrad aussteigst? 🤯 

Jetzt könnte die erste Frage sein: Was ist zu tun, um aus dem Hamsterrad auszusteigen?
 
Und genau das ist es was uns ins Hamsterrad hineinsteigen lässt und uns unentwegt rennen lässt. Wir folgen der Formel tun-haben-sein.
 
In der westlichen Kultur lernen wir, was wir TUN sollen/müssen, um Erfolg zu HABEN und am Ende erfolgreich und glücklich zu SEIN. Wir lernen wie wir den Verstand und den physischen Körper nähren. Und während die zwei gut genährt sind, verhungert die Seele.
😢
Das tun ‚um zu‘ hält uns davon ab, wer wir wirklich sind.
Wir rennen der Perfektion hinterher und erreichen sie nicht, weil sie immer ein Stück schneller ist als wir.
Und Wir führen kein Da-haben oder Da-tun sondern ein Da-sein. Deshalb dreht sich die Welt in Wirklichkeit andersherum.
Nicht das Denken, Sprechen oder Handeln sind die Werkzeuge des Erschaffens. Erst, wenn sie vom SEIN genährt werden, wenn Freude, Glück und Liebe die Quelle sind aus der wir schöpfen, werden sie mit voller Seelenkraft wirken.
 

Und wo ist es jetzt, das Sein?

Wenn wir uns vom Fluss des Lebens getragen fühlen, sind wir ganz in unserem Sein. Ein natürliches Schwimmen mit dem Lebensstrom. Dieser Fluss führt uns nach Hause. Er kennt die Geschichte unserer Seele. Wir können uns ihm ganz hingeben. Bis wir wieder zu unserem Ursprung gelangen. Unserem wahren sein.
 
Im Indischen wird dieser Zustand Sat genannt.
 
Sat (सत्) – Zustand des Seins oder der Existenz an sich, auch Wahrheit.
Also, es ist Zeit für´s SEIN  🙌
Dein ‚Seins-Zentrum‘. Es hat die Größe einer Grapefruit. Und es ist beweglich. Wir tendieren hier im Westen dazu, unser Seins-Zentrum in einem bestimmten Körperteil zu lassen. In unserem Kopf 😉.
 
Und es hat sein ‚Zuhause‘ eigentlich beim Körper-Zentrum.
Damit du dein Seins-Zentrum mit deinem Körper-Zentrum verbinden kannst, erlebst du in der Meditation unten auf der Seite 🧘‍♀️. 
 
Und nun zur zweiten elementaren Zutat.

 

 

2. Zutat: Das Bewusstsein für den Raum und das Raumhalten

 

Energetischer Raum

Zunächst geht es um den energetischen Raum, also der Raum, der da ist neben dem physischen Raum. Der physische Raum ist der, den du siehst. Der energetische Raum ist der, den du spürst. Es ist die Energie, die du wahrnimmst, wenn du in ein Restaurant kommst und bemerkst ‚oh, hier ist es echt total angenehm, hier herrscht eine sehr willkommene Stimmung‘. Oder du bemerkst es, wenn du irgendwo reinkommst und spürst ‚hier ist dicke Luft‘. Diese Differenzierung ist total wertvoll. Die Differenzierung zwischen dem energetischen Raum und dem physischen Raum. Als Meditationslehrerin brauchst du ein Bewusstsein für den energetischen Raum. In der Meditationslehrerausbildung geht es darum, diesen Raum zu entdecken, in ihn hinein zu spüren, ein Gespür dafür zu entwickeln.

 

Ganz praktisch

Wenn du magst, probiere es einmal aus. Jetzt ganz kurz zu spüren, welche Qualität der energetische Raum hat, in dem du dich jetzt gerade befindest. Während du diesen Text liest. Welche Qualität, Stimmung ist hier wahrnehmbar?

 

Raum halten

Nun geht es um das halten des Raumes. Du kannst dir das wirklich so vorstellen: Es ist als würdest du mit deinen Händen einen Raum halten. Durch deine Aufmerksamkeit, deine Absicht und die Qualität, die durch dich in den Raum fliesst. Indem etwas passiert und passieren kann, was da passieren will.
Und das finde ich einen unglaublich. Starken und deutlichen Unterschied zu autoritärer Führung von autoritärer Führung. Ist so was ein direktes? Macht das, was ich sage. Es ist ein unmittelbares aus der Hierarchie, aus der Macht heraus ein Ich finde, da ist wenig Raum und ganz oft zerstört auch diese Autorität Qualität, zerstört ganz oft auch Raum.
Also stell dir vor, du bist in einem ganz stillen Raum. Bei uns in Hamburg gibt es zum Beispiel die Kirche der Stille. Es ist eine Kirche, die zu einem Veranstaltungsort und zu einem Meditationsraum hergerichtet wurde. Man zieht sich die Schuhe aus und geht in diesen Raum hinein. Und das was in diesem Raum wirkt ist Stille und Achtsamkeit. Der Raum ist dafür geschaffen. Nicht nur physisch. Für die Stille. Deshalb heisst sie Kirche der Stille. Und wenn beispielsweise jemand die Tür ganz laut aufmacht, dann zerstört es die Qualität des Raumes.

 

Verantwortung des Meditationslehrers

Beim Anleiten von Meditation ist es die Verantwortung des Meditationslehrers, diesen energetischen Raum zu halten. Es geht darum, die Aufmerksamkeit ganz stark in den Raum zu richten. Zu spüren was in diesem Raum los ist. Und dann bewusst die Qualität des Raumes zu verändern.
Ich merke das ganz oft, wenn da eine angespannte Stimmung zwischen meinen Kindern ist und sie sich streiten. Dann richte ich meiner Aufmerksamkeit bewusst auf die energetische Qualität im Raum. Nehme wahr, was es da gerade eigentlich los ist und mache mir bewusst, dass ich für diesen Raum verantwortlich bin. Dann schau ich, was es jetzt braucht, damit sich das verändert? Vielleicht braucht es Ruhe oder vielleicht braucht es einen gewissen Ausdruck von etwas oder vielleicht etwas mehr Spiel oder Körperkontakt. Und dann merke ich, dass sich die Qualität im Raum verändert. Einfach durch die Aufmerksamkeit auf die Energie im Raum und die Frage: „Was braucht es jetzt?“. Und wenn es Körperbewegung ist, gehe ich in den Körperkontakt mit ihnen. Damit das, was an Konfliktenergie im Raum war, ein Ausdruck findet, und zwar in einer spielerischen Qualität.
Das ist ein Beispiel für das Halten des Raumes. Zu spüren, was es eigentlich gerade los. Und dann entsprechend darauf zu reagieren. In meinen Ausbildungen und Seminaren ist es total spürbar, wenn es Zeit ist für eine Pause. Weil die Energie des Raumes sich verändert. Vielleicht Unruhe da ist. Wenn einer auf die Toilette rennt und noch einer auf die Toilette rennt in einer in einer Seminar Veranstaltung, dann merke ich Okay, es ist vielleicht Zeit für eine Pause und dann verändert sich auch die Qualität des Raumes.
Und so kommen wir nun nach einer kurzen Pause 😉 zur dritten wichtigen Zutat.

 

 

3. Zutat: Deine Intuition

 

 

Der Begriff Intuition

Ganz einfach: Der Begriff „Intuition“ besagt Folgendes:

Er kommt aus dem Lateinischen und bedeutet:

in = hinein

und

tuere = sehen.

Ich würde es ganz frei als das In-sich-selbst-Hineintauchen bzw. In-etwas-Hineintauchen übersetzen.

Es ist das Eintauchen in dein eigenes Seelenleben. In „das Meer in dir“, wie es die Isländer sagen würden.

Das bedeutet: Die Wahrnehmungsqualität, die uns ganz im Einklang mit uns selbst sein lässt. Sodass wir alle Impulse des Lebens wahrnehmen und ganz leicht klare Entscheidungen treffen können. Uns verbunden fühlen. Ganz selbstbewusst. Vollkommen präsent. Dieser tiefe innere Kontakt zu dir selbst ist die Quelle deiner Intuition.

 

 

Innsaei – das Meer in uns

Innsaei ist die isländische Übersetzung für Intuition. Außerdem bedeutet es „das Meer in uns“ – und damit in dir.

Hast du den Kontakt zu deinen Urkräften hergestellt und tauchst du in deine Intuition ein, kannst du ganz authentisch – also ganz bei dir selbst – sein. Und wenn dir das gelingt, kannst du auch in besonderer Weise anderen Menschen und Dingen intuitiv lauschen.

„Die Polynesier konnten sich ohne Hilfsmittel auf dem Pazifik orientieren, weil sie dem Meer zugehört haben.“

(aus dem Film Innsaei)

Und so ist deine Intuition weitaus mehr als nur ein flauschiges Gefühl. Sie ist das Eintauchen in dich selbst. In deinen tiefsten Kern. Zur Quelle deines Seins. Das kann sich natürlich auch sehr flauschig anfühlen 😉

Wie du mit dieser Energie Meditationen anleitest, erlebst und lernst du in deiner Meditationslehrerausbildung.

 

Wie versprochen nun ein Vorgeschmack der ersten Zutat. Dem Zentriertsein. Drück einfach auf den orangenen Play-Button und lausche der geführten Meditation ✨.

 

 
Ich freue mich, wenn du den Beitrag teilst 🙂